Du steckst nicht fest - Du befindest dich im Übergang

 

Was wir oftmals als "feststecken" bezeichnen, ist eigentlich eine Phase der Transformation:

  • Eine bisherige Ausdrucksform deiner menschlichen Existenz fühlt sich nicht mehr stimmig an.
  • Ein Abschied kündigt sich an, aber das „Neue“ zeigt sich noch nicht.
  • Alte Ziele fühlen sich leer an. Alte Motivationen ziehen dich nicht mehr vorwärts.

 

Diese Lücke fühlt sich beängstigend an, weil sie für den Verstand nicht zu greifen ist. Ängste kommen hoch, da kein Halt im Außen zu finden ist. 

 

Ungewissheit wird vom Verstand als beängstigend wahrgenommen, weil er die Zukunft nicht mehr aus der Vergangenheit heraus berechnen kann. Dann verliert er seine Illusion der Kontrolle.

 

Doch genau dies ist die Einladung zur Innenschau: Hierin liegt das Potential um Frieden, Sicherheit und den Halt in dir Selbst zu finden.

 

Die moderne Gesellschaft hat sehr wenig Akzeptanz für diese Phase. Sie bewundert Fortschritt, Neuerfindung, Schwung und Aufstieg. Ein Mensch soll reibungslos von einem Lebensabschnitt in den nächsten übergehen.

 

Die Phasen des Übergangs sind jedoch heilige Phasen tiefer Transformation. Die alten Kulturen wussten dies in Initiations-Ritualen zu würdigen und zu begleiten.

 

Übergänge können nicht erzwungen werden. Druck schafft keine Klarheit, sondern Handlungen aus alten Reaktionsmustern heraus. Was stattdessen benötigt wird, ist Raum, Geduld und der Mut, mit dem Nicht-Wissen zu Sein. So kann das „wirklich Neue“ reifen und schließlich geboren werden.

 

Die bedeutendsten Veränderungen entwachsen einer Phase der Verwirrung, Verlangsamung und Orientierungslosigkeit. Genau diese Phase des gefühlten Chaos ist essentiell für eine grundlegende Neuordnung!

 


 

In Wirklichkeit ist es jedoch gar kein Chaos, sondern eine Instabilität.

 

Bei jedem Übergang gibt es die Phase der Instabilität und der Ambivalenz. Das System verliert am Übergang seine „bevorzugte Ordnung“ – und wird extrem empfindlich für kleinste Störungen.

 

Ein bildhafter Vergleich ist der Übergang von Wasser vom flüssigen in den festen Zustand und zurück: Weit weg vom Übergang ist alles klar und deutlich:

  • Wasser ist flüssig
  • Eis ist fest

Aber am Übergangspunkt existiert die Konkurrenz zweier Zustände. Beide Zustände sind "gleich günstig", das System kann sich scheinbar nicht entscheiden.

 

Doch wenn die Bedingungen sich zu Gunsten einer Richtung bewegen, dann vollzieht sich der Prozess:

  • Über 0 Grad: Wasser IST flüssig
  • Unter 0 Grad: Wasser IST fest

 

Das Magische hieran: Nun ist das System stabil für kurzfristige, sogar extreme Schwankungen:

 

Ein Glas Wasser friert nicht sofort im Gefrierschrank ein!

 


 

Was bedeutet das nun für uns Menschen im Wandlungsprozess? 

 

Die Verwirrung und die scheinbare Unordnung kommen daher, dass alte und neue Energien zeitgleich existieren.

 

Dein altes System war stabil. Es war dir vertraut. Vertrautheit gibt Sicherheit und auch ein Gefühl der Kontrolle.

 

Deine gewohnten Denk- und Handlungsmuster sind wahrscheinlich über Jahrzehnte im relativ gleichen Muster gelaufen.

 

Nun, bevor sich die „neue Version“ von dir festigen kann, gibt es diesen Zeitraum des Übergangs. Du fühlst dich vielleicht ohne Halt und hin und her gerissen

 

Wie gesagt, ein System verliert am Übergang seine „bevorzugte Ordnung“ – und wird extrem empfindlich für kleinste Störungen.

 

Die Bewusstwerdung deiner alten Muster ist im Übergang DER entscheidende Prozess. Hierdurch erkennst du wo sich dein aktueller Ausgangspunkt befindet.

 

Deine alten Programme agierten im Verborgenen, das machte sie so machtvoll. Vielleicht warst du gestern auch noch nicht bereit um wirklich hinzusehen. 

 

Wenn du heute bereit bist, dann geschieht deine Veränderung, dein Richtungswechsel innerlich sofort.

 

Doch das Außen zieht erst nach. Die äußere Lebensrealität passt sich viel langsamer an als deine innere Ausrichtung. Und das ist gut so. Denn hier werden deine neuen Gewohnheiten geformt.

 

Du siehst dir selbst beim Leben zu und erkennst Situationen und Handlungsmuster von dir und anderen Menschen zum ersten Mal ganz klar. 

 

Nun lasse dich nicht wieder hinein ziehen, sondern bleibe in der Rolle des Beobachters. Du bist jetzt in der Freiheit wirklich entscheiden zu können, da du nicht mehr gesteuert wirst von deinen unbewussten Reaktionen.

 

Gefühle werden auftauchen, die dich aufwühlen. Fühle sie. Doch du entscheidest, darauf zu verzichten, dich erneut im Außen zu verstricken.

 

Finde deine eigene innere Ausrichtung und alles was wirklich zu dir gehört wird zu dir kommen.

 

Wenn du willst, dann helfe ich dir deine Ausrichtung zu finden und zu halten.

 

Alles Liebe,

Alexander

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