Positiv Denken - Kann das gut gehen?

 

Immer positiv denken? Da stimmt doch was nicht, oder doch?

 

Negativität und Pessimismus abzulegen scheint eine gute Idee zu sein, denn im Sinne der „selbsterfüllenden Prophezeiung“ möchte sicherlich keiner eine solche Zukunft langfristig erleben, oder?

 

Aber ist dann „positiv zu denken“ das gesuchte Gegenstück um sich ein erfülltes Leben zu bescheren?

 

Fangen wir doch lieber mal ganz von vorne an:

 

Etwas negativ zu sehen ist überhaupt eine Bewertung des Verstandes, denn nur er kann die Trennung von positiv / negativ überhaupt vollziehen! Im reinen SEIN, in der Wahrnehmung des Momentes, ist alles wie es eben IST. Ohne Bewertung.

 

Was die negativen Betrachtungsweisen des Verstandes nach sich ziehen ist aber: Ein Gefühl. Ein Gefühl des Mangels könnte man es zum Beispiel nennen. Dieser Mangel ist dann die „energetische Brille“, durch die das Leben betrachtet wird. Durch die Aufmerksamkeit auf den Mangel, wird genau dieser immer weiter in das Leben gezogen. 

 

Also bringt jetzt positiv zu denken im Umkehrschluss die Fülle in mein Leben

 

Der Knackpunkt ist, dass auch das reine positive Denken eben nur ein DENKEN ist! Und deshalb nicht automatisch verbunden ist, mit dem wirklichen "Sein".

 

Denn ein Gedanke kann getrennt vom "Sein" existieren.

 

Positiv Denken kann dein Leben kurzfristig in eine „positive“ Richtung lenken und das kann temporär sehr hilfreich sein.

 

Aber die Falle ist, dass es zum Selbstbetrug werden kann. Ja, richtig gelesen. Selbstbetrug, wenn es zur Verdrängung führt, von dem "was wirklich ist".

 

Positiv DENKEN bedeutet nicht automatisch positiv zu SEIN!

 

Wenn die eigentliche Negativität nicht erkannt, integriert und bestenfalls aufgelöst ist, verdrängen die positiven Gedanken das vorhandene negative SEIN nur.

 

Irgendwann taucht die Negativität wieder aus dem Schatten der Verdrängung auf und will gesehen werden! Deswegen funktioniert das „Positiv-Denken-Konzept“ - aus meiner Sicht - nur temporär!

 

Alles Liebe,

Alexander

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